HAND IN HAND: INNOVATIVE MISSIONSPROJEKTE

Wenn Fischzucht, Diabetesbehandlung und Micro Church-Arbeit zusammentreffen, dann haben wir es mit der Familie Kummer in Liberia zu tun: Ein Land, gezeichnet von Ebola, Bürgerkrieg, Korruption und Armut. 

Liberia DE

Peter und Gisela Kummer leben mit Sohn Aaron seit 2014 in Liberia, und ihr Anliegen ist klar: Die Menschen sollen die Möglichkeit bekommen, Jesus Christus kennen- und lieben zu lernen. Denn aus der Beziehung mit Jesus kann das Gute wachsen. Positive Veränderung findet dort statt, wo die Menschen in der Liebe von und zu Jesus leben. Genau das brauchen die Liberianer. Die Not im Land ist allgegenwärtig. Unterstützungsgelder versickern im Boden der Korruption, die Küste wird leergefischt, und die Menschen erhalten weder gute ärztliche Versorgung noch nachhaltige Schulbildung. Familie Kummer hat sich auf ihr Banner geschrieben, die Herzen der Menschen zu erreichen. Ihre Erfahrung zeigt: Die grösste und nachhaltigste Veränderung entsteht da, wo Leben geteilt wird. Hand in Hand wird gearbeitet und gelernt, werden Werte vermittelt und Jüngerschaft gelebt. Hand in Hand und Herz an Herz. 

VOM HOBBY ZUR MODERNEN FISCHZUCHTANLAGE  
Aus dieser Motivation heraus sind vielfältige Projekte entstanden. Aussergewöhnlich ist die Fischzucht. Vor Jahren ein Hobby mit 20 Fischen, nun eine einzigartige und moderne Anlage, die seit 2022 in Vollbetrieb ist. Pro Monat können bis zu 20'000 «all-male Tilapia»-Fingerlinge herangezogen werden. Die Anlage wird grösstenteils von einheimischen MitarbeiterInnen betrieben. Für die Liberianer ist die Arbeit mit den Fischen und den Kunden anspruchsvoll. Nebst dem Erlernen des Handwerks erfahren sie, was es ausmacht, wenn man sich mit Respekt, Ehrlichkeit und Annahme begegnet. «So sind biblische Prinzipien nicht mehr nur Theorie, und das Christsein wird ganz praktisch», ist Peter überzeugt. Sie lernen den Nutzen der Arbeit zu schätzen, die man exakt und verlässlich ausführt. Ein wunderbares Umfeld, um sich zu entfalten: Jüngerschaft und Persönlichkeitsentwicklung inbegriffen. 

 

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KEINE GENÜGENDE HILFE FÜR AN DIABETES ERKRANKTE  
Ähnlich wie ein Fisch im Wasser ist Gisela in ihrem Element, wenn sie kranke Menschen pflegt. Mit ihrem Fachwissen nimmt sie sich besonders der Diabeteserkrankten an. Ihnen fehlt oft die entsprechende Perspektive. Den Arzt des Vertrauens gibt es nicht. Skrupellos werden erkrankte Menschen, die jeden Strohhalm der Hoffnung ergreifen und bezahlen, ausgenutzt. Die Grossmutter eines jungen Patienten sagt es so: «Weisst du, wir Liberianer können nicht so pflegen wie du.» Giselas Herz schlägt für diese Menschen, die mehr sind als nur Patienten. Engagiert setzt sie sich für sie ein, nimmt sie ernst und gibt ihr Bestes, um ihnen in ihrer Notlage zu helfen. Erfreut darf sie miterleben, wenn Besserung – oft schon in kurzer Zeit – eintritt. Hingegen erfordert es viel Geduld, den Betroffenen immer wieder zu erklären, dass es wichtig ist, die Medikamente regelmässig einzunehmen und den Lebensstil anzupassen. 

DIABETIKER-ZENTRUM AM ENTSTEHEN  
Gisela arbeitet auf Augenhöhe mit den Einheimischen. Auch hier: Hand in Hand und Herz an Herz. Die Liberianer werden auch ausgebildet im Gesundheitswesen, werden gefördert – und Werte wie Anteilnahme, Einfühlungsvermögen und Fürsorge werden mit ihnen zusammen ausgelebt. Die Mitarbeiter-
Innen sind so ein positives Beispiel im Umgang miteinander. Und das spricht sich herum: es werden immer mehr! Der Bau eines Diabetiker-Zentrums hat begonnen. Noch mehr Menschen sollen eine gute Behandlung und Zukunftsaussichten erhalten. So werden sie selber zu Hoffnungsträgern, und positive Veränderung zieht weitere Kreise. 

 

ERSTE ICF MICRO CHURCH IN AFRIKA  
Aus der Home-Church in der Pandemiezeit ist im Januar 2022 die ICF Micro Church entstanden – die erste ihrer Art auf dem afrikanischen Kontinent! Es ist ein wunderbarer Ort, um gemeinsam Gottesdienst zu feiern und den Glauben an Jesus Christus zu teilen. Da immer mehr Kinder dazustiessen, begann das Team, an einigen Sonntagen auch ein Kinderprogramm anzubieten. Die über 100 Kinder haben es in vollen Zügen genossen! «Leider haben wir keine Kapazität, nebst all den anderen Aufgaben, die wir schon haben, ein wöchentliches Kinderprogramm anzubieten», sagt Gisela. Viele Kinder warten darauf, dass die Kids-Church wieder stattfindet. Wer möchte in die junge Generation investieren und für leuchtende Kinderaugen sorgen? 

 

VISION, DIE DER GESELLSCHAFT VERÄNDERUNG BRINGT 
Den Menschen Gott näherzubringen, bedeutet bei Familie Kummer: Leben teilen, einander zuhören, sich gegenseitig fördern und unterstützen. Auf Augenhöhe. Hand in Hand und Herz an Herz. Mit ihren Worten: «Unsere Vision ist es, Menschen in Liberia durch Bildung und praktische Projekte ganzheitlich zu fördern. Entsprechend ihren Stärken und Kompetenzen lernen sie Verantwortung zu übernehmen, wodurch sie einen positiv prägenden Einfluss auf die Gesellschaft haben.» 


EINDRÜCKLICHES VIDEO  
Tauchen Sie ein in die Projekte der Familie Kummer in Liberia.

 

Box Kummer

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